Zwichtige Zweisamkeit

Zwichtige Zweisamkeit

Die melancholische Ruhe der mittäglichen Ebbe umschmeichelte die beiden hölzernen Liebeskinder sanft. Nur wenige Meter voneinander getrennt linsten sie lüstern zueinander rüber. Ihre bejahrte Maserung, von Zeit und Gezeiten abgetragen, wurde durch die verursachte Wettergerbung eindrucksvoll aufgewertet. Oberflächlich voneinander getrennt sehnten sie sich nacheinander. Jedoch auf dem Grund der still vor sich hin seufzenden See miteinander verwurzelt gab es für die Liaison keinen Halt, keine Barriere.
Hingebungsvoll, nicht den Blick voneinander ablassend, sich beim Altern ständig zusehend. Etwa mit der Wonne einer liebenden Mutter zu ihrem Kinde vergleichbar. Im Hintergrund erklangen die Nocturnes von Chopin. Indes schmunzelte ein Wölkchen zustimmend hinab auf die sich im Geiste annähernden Hölzchen. Vorbeiziehend. Sich langsam ins Hellblaue auflösend und die Charaktereigenschaft alles Weltlichen innehabend. Entstehung – Willkür – Vergehen. Keine Stabilität, nur Unbeständigkeit. Bald wird aus den Hölzchen Eins. Durch das Wasser vereint. Zum Schatze der Natur gemacht. Zauberhaftes Ganzes. 

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Interview mit Mana Urakami

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