5 Gedanken – Ein Umtrunk des Vergessens.

5 Gedanken – Ein Umtrunk des Vergessens.

Wenigstens bleibt mir das Bier. Kalter Tropfen der meinen Geist einnimmt. Den Schmerz umzingelt und ihn in Schach hält. Kein Entkommen.

Du reißt mich aus der kalten Realität. Hinein in eine Myriade aus nihilistischen Schönheiten. Fremd sind hier Vergänglichkeit und Sorge. Amplifiziert wird mein Durst nach Glückseligkeit – der Moment hält bis zum Erwachen. Welches Erwachen? Meine Herren, ihr Knaben, die diesen Abend zu meinem Umtrunk des Vergessens küren. Der Mond lächelt selig auf uns herab. Er feiert heute Nacht mit uns bis zum Morgen, möge er uns tröstende Lichtblicke bescheren.

Dumpf regen sich nun auch die Erinnerungen. Sie taumeln, geraten unkoordiniert ins Wanken und reißen schlagartig ab. Die Trauer – nur eine weitere Kerbe in meiner mentalen Bettkante der Trägheit – die erlebt werden will. Ausbrechen will, um mich nicht gänzlich zu verschlingen. Betäube mich, du schmackhafter Gerstensaft. Ich trinke auf dich. Zum Wohl unbändige Freude, ich vermisse dich und freue mich dich irgendwann mal wieder in meinem Haus begrüßen zu dürfen.

Grauen erwacht in mir bei den Gedanken ans Danach. Kühl wird sich die Dumpfheit verabschieden und der Schmerz das Schach glorreich parieren. Unumgänglich. Lasst uns heute feiern ohne Reue. Zusammen, meine Herren, ihr Knaben. Prost.

Postcards from Nicosia

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Herbstlich

Herbstlich